Dick Marty und seine Organhandel-Geschichte
Freitag, den 17. Dezember 2010 um 16:30 Uhr

Ora-Online hat die Geschichte über den angeblichen Organ-Handel mehrmals aufgegriffen und immer wieder die Meinung vertreten, dass diese Anschuldigungen politisch motiviert sind. Diese Meinung vertreten wir nach wie vor. Doch wir gingen weiter: Tatsächlich waren wir die Ersten, die sich die Mühe gemacht haben, mal nach zu recherchieren, wer sich überhaupt hinter der Person von Dick Marty versteckt. Was die kosovarischen Medien danach gemacht haben, war lediglich ein Aufgreifen und Kopieren unserer Recherche. Wir brauchten nicht lange, da sind wir auf ein älteres Interview von Dick Marty mit dem Tagesanzeiger gestossen, nur drei Tage nachdem der Kosovo am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit erklärt hat. Aus diesem Interview gehen drei Tatsachen über die persönlichen, politischen und historischen Motive von Dick Marty hervor:

 

1. Die Antipathie, die er gegenüber einem unabhängigen Kosovo hat.

2. Der Versuch, die Schweiz von einer Anerkennung eines unabhängigen Kosovos abzubringen.

3. Der Versuch, die Verbrechen der Serben an den Albanern während des Kosovo-Krieges mit den Verbrechen der Albaner an den Serben auf eine gleiche Stufe zu stellen.


Was wir mit absoluter Sicherheit sagen können: Die ehemalige Chefanklägerin in Den Haag, Carla del Ponte, teilt Punkt drei der oben aufgelisteten Punkte mit Dick Marty, doch ist sie bei diesem Versuch als Chefanklägerin – auch das lässt sich nachweisen – kläglich gescheitert. Es ist also kein Zufall, dass Carla del Ponte, nach ihrer gescheiterten Karriere als Chefanklägerin in Den Haag, die Geschichte über den angeblichen Organhandel der UçK in ihrem Buch nochmals aufgreift, obwohl es dafür trotz mehrfacher