Arbëri
Kommandant „Plaku“: Ein Held jenseits von Hollywood - Teil 3
Donnerstag, den 16. September 2010 um 13:51 Uhr

Tränen fliessen über die Wangen von Kommandant „Plaku”

Mejdi Asllani (Plaku) fing an zu weinen, als er vom Massaker an der Familie Delijaj aus Drenica hörte. Er schämte sich, als mitten in der Versammlung seiner Kollegen - allesamt Vertreter der Verteidigungsstrukturen der UÇK - Tränen auf seine Wangen rinnen. Die anderen gingen davon aus, dass er als alter Mann Erfahrung mit den Schrecken des Krieges hatte. Wegen seinem hohen Alter wollten Sie ihn schon von Anfang an nicht an den Kampfhandlungen teilnehmen lassen. Wie konnten sie damals auch wissen, dass der Mann mit dem Pseudonym „Plaku”, den Leuten zu einem späteren Zeitpunkt, aufgrund seines Mutes und seiner Geschicklichkeit für eine sehr lange Zeit im Gedächtnis bleiben würde, als er in seinem eigenen Haus seine Familie verteidigte.

 
Kommandant „Plaku“: Ein Held jenseits von Hollywood - Teil 2
Dienstag, den 14. September 2010 um 13:00 Uhr

Wer war Kommandant „Plaku“?

Kommandant „Plaku” ist 70 Jahre alt, daher kommt auch sein Pseudonym „Plaku”, was auf Albanisch „alter Mann” bedeutet. Er wurde am 6. April 1940 in der Nähe von Gjilan geboren und heisst mit gebürtigem Namen Mejdi Asllani. Er durchlebte als junger Mann die schlimmste Zeit in der jüngsten kosovo-albanischen Geschichte - es war die sogenannte „Rankovic-Ära”.

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Kommandant „Plaku“: Ein Held jenseits von Hollywood - Teil I
Geschrieben von: S. Kelmendi   
Montag, den 13. September 2010 um 22:43 Uhr

Der Kosovo-Krieg (1998-1999) hinterliess bei der albanischen Bevölkerung tiefe Narben. Mehr als 10‘000 Tote, über 800‘000 Vertriebene und mehr als 120‘000 verbrannte Häuser. Das sind nur Zahlen, die uns in keinster Weise die Grausamkeiten dieses Krieges vor Augen führen können.

Auch heute noch - mehr als 10 Jahre danach - vergeht im Kosovo kaum ein Monat, an dem nicht an ein schreckliches Massaker gedacht wird. Doch wenn ein Krieg zwischen zwei ungleich starken Gegnern ihr schreckliches Gesicht offenbart, dann sind es nicht nur die Opfer, denen wir gedenken, sondern auch die Helden dieses Krieges. Es sind die einfachen Menschen, die in Zeiten des Krieges aufgrund ihres Mutes und ihrer Aufopferungsbereitschaft aus der Masse hervorstechen.