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Albanien: Mein Reisebericht Drucken E-Mail
Sonntag, den 02. August 2009 um 20:03 Uhr

Diesen Sommer wollte ich meine Ferien unbedingt am Meer in Albanien verbringen. Ursprünglich bin ich ja aus dem Kosovo, aber eine richtige Grenze zwischen Albanien und dem Kosovo gibt es für mich ohnehin nicht. Albanien betrachte ich genau so als meine Heimat wie den Kosovo selber.


Angefangen hat meine Reise in der kosovarischen Stadt Prizren. Von da aus fuhr ich zusammen mit meiner Frau direkt mit dem Auto zur Grenze nach Albanien. Sehr positiv ist mir die Arbeit der Grenzwächter aufgefallen, die ihre Arbeit korrekt, aber auch sehr schnell erledigten, was zu kurzen Wartezeiten führte.

 

Danach ging es direkt zur neu gebauten Autobahn, die den Kosovo mit Albanien verbindet. Für viele mag sie bestimmt einfach nur eine gewöhnliche Autobahn wie viele andere sein - gerade für Leute aus Westeuropa mag dies zutreffen. Aber für mich war diese Autobahn ein faszinierenderes Infrastrukturprojekt, die ganze Wälder und Berge miteinander verbindet.

 

 
Da die Autobahn noch nicht ganz fertiggestellt war und nur eine Strassenhälfte freigegeben wurde, gab es vor dem 5.6 KM langen Tunnel in Kalimash eine kurze Wartezeit von etwa 10 min. Diese Pause nütze ich aus um mich mit ein paar albanischen Polizisten zu unterhalten. Ich verspürte das Bedürfnis, ihnen bzw. ganz Albanien für diese Autobahn zu gratulieren.


Anschliessend übernahm meine Frau das Steuer. Ich konnte also in Ruhe die Autobahn und die wunderschöne Naturlandschaft Albaniens bestaunen. Wäre ich ein Wanderliebhaber, würde ich diese Wälder zu Fuss überqueren und nicht mit dem Auto, dachte ich mir.


Danach fuhren wir ohne Pause weiter bis zur Hafenstadt Durrës. Die ganze Fahrt von Prizren nach Durrës dauerte etwa 3 Stunden. Früher dauerte sie 8 Stunden.


In Durrës angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einer passenden Unterkunft. Die Auswahl war riesig. Ziemlich schnell fanden wir ein sehr günstiges Hotel mit einem Doppelzimmer für 2 Personen, das uns 30 Euro, inklusive Frühstück, kostete.


Das Zimmer war gemütlich, sauber und vor allem direkt am Strand mit Meeresblick. Unsere Ruhepause gönnten wir uns direkt am Strand. Im Meereswasser kühlten wir uns dann von der Hitze ab.


Raus aus dem Wasser, gönnten wir uns erst mal feine Maiskolben, frisch aus dem Grill, welche nur 50 albanische Leke (40 Cent) kosteten.

 

Foto: Skampa


Als der Abend anbrach, machten wir uns für den nächtlichen Ausgang bereit. Das Essen in Durres war sehr günstig. Pasta kostete einem dort 1 Euro 50, eine Pizza gab‘s bereits ab 2 Euro und ein Eis kostete 40 Cent.


Die Strassen waren voll mit Leuten. Man hörte sie Englisch, Deutsch sowie verschiedene Schweizer Dialekte sprechen, vor allem den Zürcher-Dialekt (Chuchichäschtli = Küchenkasten). Natürlich stammte die Mehrheit der Touristen aus dem Kosovo. Viele von ihnen verbrachten ihre früheren Ferien in Montenegro. Da die neue Autobahn die Fahrt so schnell verkürzt und vor allem erleichtert hat, entschieden sie sich jetzt für Albanien.


Die Menschen in Albanien sind sehr gastfreundlich. Wir wurden überall herzlich aufgenommen und vor allem war alles super günstig.


Ein Tretboot kostete uns lediglich 300 Leke / 2.30 Euro in der Stunde. Tagsüber verbrachten wir eigentlich den ganzen Tag faul an der Sonne am Strand. Nur zweimal gingen wir abends in das Stadtinnere, sonst spazierten wir abends meistens an der Standpromenade, die eine tolle Atmosphäre bot. Junge Erwachsene, Kinder mit ihren Eltern und ältere Leute geniessen dort die frische Meeresluft.


Durch diese Ferien habe ich einen kleinen Einblick von Albanien erhalten. Meine nächsten Sommerferien werde ich wieder in Albanien verbringen. Diese werde ich jedoch mehr organisieren und mir mehr Zeit nehmen. Denn dieses Land hat noch viel mehr zu bieten, als den Strand von Durres. Es sind historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, es sind die albanischen Alpen im Norden und die wunderschönen Strände mit glasklarem Wasser im Süden – Albanien ist vielfältig und sein touristisches Potential im Aufschwung.

 

Reisebericht von B. Shala aus Luzern (Schweiz)

 


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Kommentare 

 
#1 tom 2009-08-02 21:20 das kann ich nur bästetigen,ich war letztes jahr in albanien bzw Dures unsere erwartungen wurden übertroffen,all es sauber,nette leute schöne strände,u,s,w, da meine frau aus montenegro kommt war ich immer ulqin u.s.w. aber jetzt haben wir ein neue liebe endeckt.leute fahrt hin und staunt alles gutte Zitieren
 
 
#2 Gast 2009-08-02 22:38 Hallo zusammen, ich bin und war schon immer von unsere Mutterland(Alba nien) fasziniert. Ich habe auch vor, in drei Wochen dahin zu gehen und zuwar nach SARANDA,aber natürlich nachdem ich meine Hochzeit in Prishtina gefeiert hab. Kann kaum warten, wie schön in Albanien zu sein wird. Zitieren
 
 
#3 Genc 2009-08-03 11:51 Ich war noch nie in Albanien bin gebürtig aus Kosovo und lebe im Deutschland.

Aber 2010 werde ich aufjeden fall mit freunden oder familie eine Reise nach Durrs machen. Viele Nachbarn hir in Deutschland fahren jetzt nach KS. und alle fahren anschließend nach Albanien für 1 oder 2 Wochen. Scheind wirklich günstig dort zu sein...
Zitieren
 
 
#4 G-O-N-I 2009-08-03 13:06 UNGLAIBLICH WAS FÜR EIN LAND ALBANIEN IST! ALLES IST IM AUFBRUCH; ICH WAR MIT MEINER FRAU UND MEINEN SOHN IM JUNI DIESES JAHRES IN DER HAFENSTADT-VLORA; UND ICH KONNT´S NICHT GLAUBEN DAS WAR SOOO SCHÖÖÖN ALL DIE VORURTEILE GEGENÜBER ALBANIEN WAREN NICHT AUSZUMACHEN: EINMAL ALBANIEN IMMER ALBANIEN: Zitieren
 
 
#5 Kastrioti 2009-08-04 00:23 ...And if Serbia and Croatia can hand out passports in Bosnia, why should not Albania issue passports to Kosovar Albanians? Zitieren
 
 
#6 Shqipe 2009-10-06 22:00 es hat mich gefreut, diesen bericht lesen zu können... albanien is very atemberaubend :-) Zitieren
 

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